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Der Innenraum der Kirche

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Das KircheninnereWenn man die Kirche durch das Portal der im Westen gelegenen Hauptfassade betritt, sieht man auf den Türpfosten zwei Weihekreuze, wobei das linke von den Buchstaben „F“ und „P“ eingefasst ist.

Betrachtet man den Innenraum von der Schwelle aus, fällt das Fehlen des rechten Seitenschiffes auf, an dessen Stelle sich eine Empore befindet.

Am Mauerwerk und dem Fundament erkennt man, dass diese ursprünglich zur Außenseite der Kirche gehörte. Treppe im Hof
Der Pfeiler auf der linken Seite ist von einem anderen Stil geprägt als die übrigen. Er besticht durch die Halbsäulenvorlagen und seine herrlichen Figurenkapitelle.
Einige Fresken und Wappenschilde im Osten der Kirche zeugen von den Rittern des Ordens des Hospitals St. Marien der Deutschen zu Jerusalem, die Mitte des 8. Jahrhunderts von Preußen kommend diese Gegend erreichten.

Mittleres Gewölbe mit FensterroseIm mittleren Gewölbe befindet sich eine kleine, etwa tausend Jahre alte Fensterrose. Jedes Jahr am 21. Juni kündigt sie durch ihre elf „Blütenblätter“ den Eintritt der Sonne in das Sternbild Krebs und somit die Sommersonnenwende an. Zu diesem Zeitpunkt, wenn die Sonne um 12 Uhr Sonnenzeit den höchsten Punkt des Wendekreises erreicht, zeichnet ein Lichtstrahl im Uhrzeigersinn einen Kreis in der Mitte zwischen den beiden Pfeilern vor dem prächtigen Portal der Nordseite. 

Durch die Fensterrose im Westen hingegen tritt bei Tagundnachtgleiche im Frühling und im Herbst, also am 21. März und am 22. oder 23. September, jeweils gegen 16.00 Uhr ein Lichtstrahl ein, der das linke Seitenschiff horizontal durchschneidet und dabei eine leuchtende Krone in die Apsis zeichnet.

Der Hauptaltar in der mittleren Apsis ist ein modernes Ausstattungsstück und wurde erst im Jahre 1951 vom Bischof von Lucera, dem Monsignore Vendola, geweiht. Die vorherigen Altäre störten durch ihren unpassenden Barockstil die Harmonie des Gotteshauses und wurden deshalb während der Restaurierungsarbeiten entfernt. Sie sind gemeinsam mit Überresten älterer Bauten in einem Nebenraum untergebracht.

Eine Gedenktafel an der Innenseite des Hauptportals erinnert an die Wiederaufnahme der Gottesdienste 1950, nachdem die Kirche für über ein Jahrhundert völlig in Vergessenheit geraten war.

Ein sehr wertvolles Werk ist das große Holzkruzifix aus dem 12. Jahrhundert (2,44 m x 2,20 m), das dank der Unterstützung des apulischen  Denkmalpflegeamtes restauriert wurde und nun in der Kathedrale von Manfredonia aufbewahrt wird.

Übersetzung im Rahmen des Kurses Traduzione tra l'italiano e il tedesco I an der Universität Bologna / SSLMIT Forlì von Jana Gutbrod