Die Abtei
San Leonardo di Siponto bzw. in Lama Volara liegt an der Schnellstraße S.S. 89 nach Foggia und ist 10 km von Manfredonia entfernt. Die Klosteranlage ist schon aus der Ferne gut sichtbar, da die beiden Kuppeln der Kirche und der turmförmige Kamin über der einstigen Klosterküche sich hoch über der Abtei erheben.
Über den in den 50er Jahren angelegten Weg gelangt man von Nord-Westen kommend zunächst zur Seitenfassade der Abteikirche, welche aber die interessantere der beiden Fassaden ist.
Beim Näherkommen sieht man linker Hand eine nachgebildete Zisterne (das Original war am 12. Februar 1989 entwendet worden), deren Flachrelief aus dem 17. Jahrhundert den heiligen Leonhard und das Wappen der Caetani und der Altavilla zeigt. Auf der rechten Seite des Wegs liegt das alte Hospital des Klosters, das über einen Eingang und zwei Fenster an der Nord-Westseite und weitere drei Eingänge auf der gegenüberliegenden Seite verfügt. Es ist im gotischen Stil erbaut und stammt wahrscheinlich aus dem 14. Jahrhundert.
Je genauer man die Seitenfassade der Abteikirche betrachtet, desto mehr faszinierende Details kann man an ihr entdecken.
Eine Vielfalt von höchst interessanten Kragsteinen trägt das Gesims, das als Regenrinne dient. Rechts und links des herrlichen Portals öffnen sich je zwei einbogige Fenster, die von Blendbögen überfangen werden. Diese sind jeweils in Dreiergruppen angeordnet, die durch Lisenen voneinander getrennt werden und maßgeblich das Erscheinungsbild der romanischen Fassade aus dem 11. Jahrhundert prägen.
Übersetzung im Rahmen des Kurses Traduzione tra l’italiano e il tedesco I an der Universität Bologna / SSLMIT Forlì von Jana Gutbrod
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